Augentagesklinik Oranienburg

Katarakt

Der Graue Star (Katarakt) bezeichnet eine Trübung der sonst völlig klaren Augenlinse.
Diese Linsentrübung führt zu einer Verschlechterung der Sehkraft, die sich in der Regel durch einen langsamen und schmerzfreien Sehverlust mit „Verschwommensehen“, verringerter Wahrnehmung von Farbkontrasten und erhöhter Blendempfindlichkeit bemerkbar macht.
Verschiedene Faktoren können eine Kataraktentwicklung begünstigen. Am häufigsten tritt der Graue Star im hohen Alter auf. Eine verstärkte Kataraktbildung wird u. a. bei Patienten mit Diabetes mellitus, Cortison-Therapie und nach Verletzungen des Auges beobachtet.
Als Therapie der Wahl wird die getrübte Augenlinse operativ entfernt und durch eine klare Kunststofflinse (Intraokularlinse - IOL) ersetzt.

Diagnostik:
In Vorbereitung der Operation wird eine umfangreiche Diagnostik durchgeführt. Wir bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit eines lasergestützten Messverfahrens (IOL-Master) zur exakten Bestimmung der einzusetzenden Intraokularlinse.
Die Hauptbrechkraft im optischen System des Auges ist in der Hornhaut des Auges lokalisiert.
Erlangt der Operateur durch Keratografie vor der OP genaue Kenntnis von der individuellen Wölbung der Hornhaut, kann er durch Positionierung des Star-Schnittes die Auswirkung auf die Hornhautbrechkraft entweder minimieren oder bei Vorliegen einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sogar zum Teil ausgleichen.

OP-Mikroskop
OP-Mikroskop

Therapie Standardverfahren:
Kataraktoperationen sind die am häufigsten durchgeführten Operationen in Deutschland. Komplikationen treten extrem selten auf.
Bei der überwiegend ambulant durchgeführten Operation des Grauen Star erfolgt im Standardverfahren unter örtlicher Betäubung die Entfernung der Augenlinse mittels schonender Ultraschallzertrümmerung (Phakoemulsifikation) und anschließender Absaugung der Linsenreste. In den verbleibenden leeren Kapselsack wird eine elastische Kunststofflinse aus Silikon oder Acryl eingesetzt, die sich dort durch ihre Haptik (2 gegenüberliegende elastische Bügel) fixiert.

Am Tag nach der Operation muss der Patient in jedem Fall seinen behandelnden Augenarzt zur Sicherstellung der Heilverlaufskontrolle aufsuchen. Zur weiteren postoperativen Behandlung des frisch operierten Auges werden antibiotische Augentropfen und entzündungshemmendes Augengel verordnet sowie regelmäßige Kontrollen zum Heilungsverlauf durch den Augenarzt durchgeführt. 

Beim Standardverfahren der Kataraktoperation wird die getrübte natürliche Linse durch eine normale Kunststofflinse (Monofokallinse) ersetzt. Die Fähigkeit des Auges zur Naheinstellung (Akkomodation) ist nach dem Einsetzen einer Monofokallinse nicht mehr vorhanden, deshalb benötigt der Patient anschließend für die Nähe eine Lesebrille.

Es besteht die Möglichkeit, spezielle Sonderlinsen zu implantieren. Diese gleichen optische Schwächen aus und können als Brillenersatz fungieren. Eine bestehende Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) kann z. B. durch eine einfache Monofokallinse nicht korrigiert werden.

Blaulichtfilter-Linsen („gelbe Linsen“)
Diese gelblich gefärbten Monofokallinsen besitzen einen Blaulichtfilter und werden zum potentiellen Schutz der Netzhaut bei beginnender altersbedingter Makuladegeneration (AMD) oder entsprechendem familiären Erkrankungsrisiko verwendet.

Asphärische Linsen
Asphärische Linsen können im Gegensatz zu einfachen Kunstlinsen eine bessere Abbildungsqualität liefern, indem sie die bestehende Verzerrung zwischen Hornhaut und Linse analog zum gesunden Auge des Menschen durch unterschiedliche Brechung ausgleichen.

Mehr Information erhalten sie in einem Beratungstermin.

dreiteilige Linsen farblos bzw. gelb